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der Sozialpolitik

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Tod

Der Begriff Tod kennzeichnet das zeitliche Ende des Lebens. Die Vorstellungen des Todes und die Art des gesellschaftlichen Umgangs mit ihm sind Ausdruck des jeweiligen Lebensverständnisses. Physiologie, Psychologie und Soziologie der Sterbevorgänge zeigen den Tod als prozesshaften Verlauf, der über das Individuum hinausreicht und andere Akteure, Gruppen und die Gesellschaft mit einbezieht.
Der Tod ist als existenzielle Grenzsituation ein hochgradig symbolbesetztes Thema. Die Verarbeitung des Todes hat kulturkonstitutive Bedeutung. Sie erfolgt in Form von Ritualen des Abschieds, der Bestattung und der Trauer. In westlich geprägten Zivilisationen ist (besonders seit dem 18. Jahrhundert) der Tod weitgehend medikalisiert worden. Die Todesfeststellung ist zu einer ärztlichen Aufgabe geworden, heute mit objektiv feststellbaren klinischen Kriterien. Der Tod wird zunehmend abhängig von Entscheidungen (z.B. über Nichtreanimation); die Möglichkeiten der Medizin und die soziale Organisation der Spitäler bestimmen ganz konkret die Art und Weise des Sterbens. Das vorherrschend gewordene Hirntodkriterium ist seinerseits abhängig von der anthropologischen Überzeugung, dass dem Bewusstsein im menschlichen Leben eine ontologisch fundamentale Rolle zukommt.

Verweise: Sterbehilfe Sterbende(n) (Rechte der) Suizid Testament

Internet:

  • http://www.dignitas.ch
  • http://www.exit.ch

    Literatur:

  • Klaus Feldmann, Werner Fuchs-Heinritz (Hrsg.), Der Tod ist ein Problem der Lebenden. Beiträge zur Soziologie des Todes, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995
  • Klaus Feldmann, Sterben und Tod. Sozialwissenschaftliche Theorien und Forschungsergebnisse, Leske + Budrich, Opladen 1997
  • Thomas Schlich, Claudia Wiesemann (Hrsg.), Hirntod. Zur Kulturgeschichte der Todesfeststellung, Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001.

    Christoph Rehmann-Sutter


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