|
Wörterbuch der Sozialpolitik A - B - C - D - E - F - G - H |
Sozialisation
Sozialisation beschreibt einen Prozess, durch den die sozialen Gruppen Werte, Normen und Symbole lernen, testen, verinnerlichen und sich damit identifizieren.
Diese Aneignung von Arten des Denkens und des Handelns prägt die Persönlichkeit und stellt den Zusammenhalt und die Stabilität dieser Gruppen sicher. Sozialisation bedeutet daher: Jeder Handlungsträger passt sich an das soziale System an, in dem er lebt; er distanziert sich aber gleichzeitig genügend davon, um seine eigene Persönlichkeit aufzubauen. Diese beiden Tendenzen können Spannungen hervorrufen. Aus dieser Perspektive hebt sich Sozialisation von Konditionierung, Drill und Zwang ab. Meist wird zwischen primärer Sozialisation - die der Zeit der Kindheit entspricht - und sekundärer Sozialisation - dem Rest des Lebens - unterschieden. In der zweiten Phase werden oft Werte, die in der ersten Phase verinnerlicht wurden, in Frage gestellt. Verweise: Familie Jugendhilfe Jugendpolitik Peer Groups Literatur:
|