Wörterbuch
der Sozialpolitik

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Social Monitoring

Social Monitoring ist gesellschaftliche Dauerbeobachtung mittels periodisch erhobener quantitativer Sozialindikatoren, welche den Zustand einer Gesellschaft und ihrer Teilsysteme beschreiben sollen. Social Monitoring soll u.a. rechtzeitig vor Fehlentwicklungen warnen, den Erfolg sozialpolitischer Maßnahmen evaluieren, die demokratische Elitenkontrolle verstärken und den Vergleich mit anderen Gesellschaften erleichtern. Erfolgreiches Social Monitoring ist daher auf problemzentrierte und international möglichst vergleichbare Sozialindikatoren angewiesen, welche regelmäßig von einer neutralen Instanz erhoben und der Öffentlichkeit in Form von Sozialberichten vorgestellt werden. In Skandinavien haben solche Sozialberichte eine lange, bis in die 1970er-Jahre zurückreichende Tradition. In der Schweiz werden seit etwa 1990 verstärkt Anstrengungen zur Etablierung einer kontinuierlichen Sozialberichterstattung unternommen, welche unter anderem zur Publikation des Sozialberichts 2000 geführt haben.

Verweise: Evaluation Sozialbilanz Sozialindikatoren Sozialplanung

Literatur:

  • Roland Habich, Heinz-Herbert Noll, Wolfgang Zapf, Soziale Indikatoren und Sozialberichterstattung, Bundesamt für Statistik, Bern 1994
  • Christian Suter (Hrsg.), Sozialbericht 2000, Seismo, Zürich 2000.

    Georg Müller


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