Wörterbuch
der Sozialpolitik

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Monetarismus

Der Monetarismus stellt eine besondere Schule der Wirtschaftslehre dar. Sein Hauptgedanke besteht darin, dass die Zentralbank die Geldmenge verändern kann, indem sie einen direkten Einfluss auf das Volumen des zirkulierenden Geldes ausübt. Mit ihrer Geldpolitik kann also die Zentralbank die Inflation kontrollieren, indem sie die Wachstumsrate der Geldmenge nach der Wachstumsrate der Produktion ausrichtet. Diese Doktrin ist mit den Arbeiten von Milton Friedman verbunden, der in den 1950er- und 60er-Jahren eine geregelte Geldpolitik vorgeschlagen hatte, deren Ziel es sein sollte, eine optimale Inflationsrate zu gewährleisten, welche die langfristige reale Wachstumsrate des Sozialprodukts wiederspiegelte. In den 70er- und 80er-Jahren hat der Monetarismus die Geldpolitik der Industrieländer stark beeinflusst, auch aufgrund der Vermutung des rationalen Kalküls der wirtschaftlichen Akteure. Vor diesem Hintergrund hat die Glaubwürdigkeit der die Geldpolitik betreffenden Entscheidungen im Kampf gegen die Inflation an Bedeutung gewonnen. So sind die Transparenz, die Unabhängigkeit und die Verantwortung der Zentralbanken - das Dreieck der modernen Geldpolitik - aus dieser Schule hervorgegangen.

Verweise: Kaufkraft Neoliberalismus

Literatur:

  • Philip Cagan, "Monetarism", in: The New Palgrave: A Dictionary of Economics, Macmillan, London 1987
  • Sergio Rossi, Money and Inflation, Elgar, Cheltenham 2001.

    Sergio Rossi


    Mitbestimmung/Mitwirkung Multikulturalismus