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der Sozialpolitik

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Illettrismus

Illettrismus ist ein aus dem Französischen entlehnter Begriff, der gleichbedeutend verwendet wird wie der Begriff funktionaler Analphabetismus. Analphabetismus bezeichnet die Situation von Menschen, die nie lesen gelernt haben und die Zeichen des Alphabets nicht kennen. Der Begriff Illettrismus hingegen bezieht sich auf die Tatsache, dass in Gesellschaften mit langjähriger Schulpflicht viele Menschen nicht über jene Grundkompetenzen verfügen, die ihnen die obligatorische Schule hätte vermitteln sollen. Im Vordergrund stehen dabei die Kompetenzen im Bereich Lesen; allerdings beziehen gewisse Definitionen auch Schreiben und Rechnen in die Definition mit ein. International vergleichende Studien haben gezeigt, dass in der Schweiz 13 bis 19 Prozent der Erwachsenen (IALS-Studie) und 20 Prozent der Jugendlichen (PISA-Studie) über sehr geringe Lesekompetenzen verfügen. Das Ausmaß des Problems hängt vom Stand der gesellschaftlichen Anforderungen an die Lesekompetenzen ab, die im Übergang zur Informationsgesellschaft gestiegen sind.

Internet:

  • http://www.lesenschreiben.ch

    Literatur:

  • Bundesamt für Statistik (BFS) und Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (Hrsg.), Für das Leben gerüstet? Die Grundkompetenzen der Jugendlichen. Nationaler Bericht der Erhebung PISA 2000, BFS, Neuenburg 2002
  • Philipp Notter, Eva-Marie Bonerad, François Stoll, Lesen - eine Selbstverständlichkeit? Schweizer Bericht zum International Adult Literacy Survey (IALS), Chur/Zürich 1999
  • Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung (Hrsg.), Illettrismus: Wenn Lesen ein Problem ist. Hintergründe und Gegenmassnahmen, Aarau 2002.

    Silvia Grossenbacher


    Illegale Migration (Sans-Papiers) Index der Konsumentenpreise